Hat die "Body Positivity" uns verlassen?
- 4. Mai
- 2 Min. Lesezeit

Ach, wie oft hören wir vom "Skinny Jeans Revival" und den neuesten Diäten, die uns alle dünn & glücklich machen sollen, nicht wahr?
Wenn ich so durch die sozialen Medien scrolle oder die Auslagen in den Geschäften sehe, habe ich bereits öfters das Gefühl, wir sind wieder in die 1990er zurückkatapultiert worden.
Überall schlanke Models, überall der Druck, einem bestimmten Schönheitsideal zu entsprechen. Nur heutzutage haben wir viel mehr Möglichkeiten, dies auch wirklich kurzfristig mit Eingriffen oder Medikamenten zu erreichen - z.B.: Schönheits-OPs schon im jungen Alter, die sogenannte "Abnehmspritze" und auch die Adipositas-OPs, die auch bereits viel zu jungen mehrgewichtigen Menschen im Gesundheitswesen empfohlen werden.
Es wird einem suggeriert, "Du musst nicht mehr dick sein", alle können schlank werden und sind ansonsten selbst Schuld. Diese Sicht ist extrem einseitig & verletzend und nicht die Realität - denn so viele Studien und auch meine Beobachtungen in all den Jahren in der Ernährungsberatung zeigen bereits, dass auch mit "Abnehmspritze" oder auch OPs dieses unrealistische Schönheitsideal nicht langfristig gehalten werden kann.
Näheres dazu findest Du in meinem Blogartikel: "Abnehmspritze - Fluch & Segen zugleich?
oder auch im Podcast-Interview mit Doris Müllner von Körperakzeptanz:
Da fragt man sich doch: War die ganze Body Positivity Bewegung nur ein kurzlebiger Trend?
Es fühlt sich so an, als ob die Gesellschaft uns zurück ins alte Muster drängt, in denen unser Wert an unserer Konfektionsgröße gemessen wird.
Das macht mich nachdenklich. Gerade, wenn wir bedenken, wie viele junge Mädchen sich schon mit ihrem Körper abmühen und Essstörungen stetig zunehmen, in den letzten Jahren besorgniserregend und dann propagieren wir solch einen Schönheitsideal? Ich finde es sehr traurig, dass wir jungen Menschen diese Bürde auferlegen, diesen Zwang ein unrealistisch dünnes ICH zu schaffen - als ob Aussehen, das einzig Wichtige im Leben wäre!?
Wäre es nicht wichtig, so sein zu können, wie man eben ist? Das Gewicht ist nicht so stark beeinflussbar wie viele denken oder in sozialen Netzwerken propagieren. Es gibt auch einige Einflüsse auf unser Gewicht, wie zum Beispiel genetische Einflüsse oder auch bestimmte Erkrankungen oder Medikamente, die unabhängig von unserem Zutun das Gewicht beeinflussen.
Gesundheit kann nicht optisch "abgelesen" werden, das Gewicht sagt nichts über die Gesundheit eines Menschen aus - auch wenn manche dies meinen.
Ein Beispiel dazu: eine schlanke Person, die raucht und einen schnellen Stoffwechsel hat, muss nicht bedingt auch sportlich sein. Aber andersrum ist eine mehrgewichtige Person nicht automatisch unsportlich.
Das sind einfach nur Vorurteile in unserem Kopf und diese machen das Leben eines mehrgewichtigen Menschen deutlich schwer!
Und die regelmäßige Bewegung ist sogar ein viel stärkerer Gesundheitsfaktor als das Gewicht! D.h. eine mehrgewichtige Person, die regelmäßig Bewegung & Sport in ihren Alltag integriert, ist gesünder als eine unsportlich schlanke, rauchende Person!
Wir müssen uns fragen:
Wie können wir die nächste Generation schützen?
Wie können wir sicherstellen, dass sie in einer Welt aufwachsen, die Vielfalt und Selbstakzeptanz feiert, anstatt uns ständig zum Vergleich anzuregen?
Es ist so wichtig, dass wir lernen, auf unsere wahren Bedürfnisse zu hören und liebevoll mit uns selbst umzugehen. Zufriedenheit und Gesundheit kommen von innen und nicht von einer Zahl auf der Waage!
Lass uns gemeinsam darüber nachdenken, wie wir das schaffen können, oder?
Falls Du Lust hast, dies zu hinterfragen und an deiner Zufriedenheit zu arbeiten, melde Dich gerne!
Quelle: Instagram Beitrag




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