Was soll ich bei Reizdarm noch essen?
Diese Frage kommt in vielen meiner Erstgespräche und ist in der Regel nicht so einfach zu beantworten, denn es gibt keine "Reizdarm-Diät", die für alle passt, sondern hier ist eine sehr individuelle Sicht notwendig und die Lebensmittel sind nur ein Reizfaktor von vielen.
Natürlich assoziieren wir die Beschwerden im Bauch schnell mit Lebensmittel, weil die Bauchschmerzen oder die Blähungen kurz nach dem Essen beginnen und trotzdem braucht es einen ganzheitlicheren Blick darauf - denn deine Verträglichkeit wird von vielen, verschiedenen Reizfaktoren und Triggern beeinflusst.
Was könnte einen großen Einfluss auf deine Beschwerden haben?
Zubereitung der Speisen: Ist dein Essen gekocht oder roh? Stark verarbeitet? Stark angebraten oder gedünstet? Stark gewürzt oder leicht? ...
Stresslevel: Wie war dein Tag bis jetzt? Sehr hektisch, eher ruhig? Stressig und mit viel Druck verbunden? Warst du sehr angespannt? ...
Glaubenssätze: Ich darf mir keine Pausen nehmen, wenn die Arbeit noch nicht fertig ist! ("Erst die Arbeit, dann das Vergnügen") oder "Wenn ich nicht durchgehend leiste, bin ich faul" oder "Andere schaffen es auch nur ich nicht - das kann nicht sein" ...
Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel: Vertrage ich alles, was ich regelmäßig einnehme? Hat es vielleicht zeitnah begonnen, seit ich XY nehme? ...
Getränke: Was trinke ich regelmäßig? Vertrage ich Kohlensäure? Welche Inhaltsstoffe sind enthalten? ...
Anspannung: Ist mein Körper sehr angespannt oder kann ich mich beim Essen gut entspannen? Bei Anspannung kann der Magen-Darm-Trakt nicht gut arbeiten, weil er Bewegung benötigt (Raum im Bauch) ...
Essrhythmus: Wie schnell esse ich? Kaue ich ausreichend? Wie schnell bin ich mit meiner Mahlzeit fertig? ...
Hormone & Zyklus: Viele Frauen haben selbst bereits einen hormonellen Einfluss auf Magen-Darm-Beschwerden beobachtet. Hier ist es auch wichtig, mal hinzuschauen - wie reagiert mein Körper im Laufe des Monats und wo braucht er etwas leichtere Lebensmittel.
Angst und Sorgen: Der Darm ist sehr eng mit dem Gehirn verbunden, wodurch er bei seelischen Problemen oder auch psychischen Belastungen oft stärker reagiert als in Situationen, wo es dir gut geht. Ein Beispiel: Viele meiner Klientinnen erzählen, dass sie im Urlaub viel mehr vertragen als zu Hause!
Schlaf: Bei Schlafmangel und wenig Erholung können viele eine Verschlechterung der Verträglichkeit beim Essen feststellen, deshalb ich die Erholungsphase in der Nacht auch hier sehr wichtig.
... und noch einiges mehr!
Du siehst, es sind sehr viele Einflussfaktoren, deshalb gehe ich im Erstgespräch immer erstmal auf deinen Alltag ein. Schritt für Schritt achte ich in der Beratung darauf, dass wir die stärksten Einflussfaktoren identifizieren und einen guten Umgang damit finden - denn, meist braucht es keine riesigen Veränderungen, sondern Mini-Schritte bei den richtigen Hebeln.
Falls du dich hier wiedergefunden hast, lass uns darüber reden und gemeinsam deinen individuellen Weg zu mehr Beschwerdefreiheit finden!

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Möchtest du noch mehr zu meiner Herangehensweise erfahren und wie ich dich dabei unterstützen kann?
Ich freue mich auf dich,
Deine Sarah
Diätologin
Genusstrainerin




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