Welche Sätze deiner Mutter / Bezugspersonen haben dich stark geprägt?
Es geht HIER natürlich um das Thema "Essverhalten" und welche Sätze oder Situationen haben dabei einen Eindruck hinterlassen. Fakt ist, dass wir natürlich als Kind alles erstmal als die "absolute Wahrheit" aufsaugen und auch viel aus Beobachtungen abspeichern.

Ein Kind kann erstmal nicht unterscheiden, ob das "Gelernte" gut oder schlecht ist und vor allem welche Auswirkungen es haben könnte. Das Gehirn ist auch noch nicht ausgereift und kann keinen Perspektivwechsel.
Alles Fakten, die zeigen, dass wir viel aus unserer Kindheit unbewusst mitnehmen!
Dieser Artikel hat mich dazu inspiriert, dieses Thema auch hier in meinem Blog zu behandeln. In den Beratungen habe ich oft das Gefühl, dass wir vieles, was wir häufiger gehört haben, als "absolute Wahrheit" abspeichern und es uns dann schwerfällt, dies wieder loszulassen!
Manchmal sind diese Sätze gefühlt auch kleine Sicherheitsnetze und bringt eine etwas wackelige Lage mit sich, wenn sie hinterfragt werden. Trotzdem ist es gut, mal relativ neutral hinzuschauen, denn manche Sätze wirklich noch im Erwachsenenalter sehr stark und können es einfach ganz schön schwer machen.
Ein Beispiel: "Teller leer essen"
Viele von uns haben den Satz "Der Teller wird aufgegessen" noch in sich gespeichert. Dieser Satz kam aus einer Zeit, in der Essen noch rar war, nicht immer verlässlich verfügbar und deshalb ein hohes Gut.
Um Kindern und sich selbst das Überleben zu sichern, wurde alles konsumiert, was nur ging - wer wusste schon, ob bei der nächsten Mahlzeit überhaupt etwas vorhanden war. Durch diese stark prägende Erfahrung hat sich der Satz fest verankert und wurde auch über Generationen weitergegeben.
Das ist nichts Ungewöhnliches - denn wenn wir wichtige Erfahrungen nicht von Generation zu Generation weitergeben könnten, würden wir jetzt noch in der Steinzeit feststecken ;-).
Nun sind die Meisten von uns in der Situation, dass heute Essen meist immer verfügbar ist - trotzdem wirkt der Gedanke, "nicht genug zu bekommen" oft so schwer, dass immer aufgegessen wird - auch wenn der Bauch schon richtig schmerzt.
Was also tun?
Das Erkennen, dass bestimmte Muster von früher wirken und es mir schwer machen, ist der erste Schritt.
Im zweiten Schritt arbeite ich in meinen Beratungen daran, gemeinsam mit meinem Gegenüber konkrete Möglichkeiten zu finden, die helfen, diesen Satz etwas abzumildern.
Z.B.: könntest du versuchen, dir etwas weniger auf den Teller zu legen, wenn du merkst, dass die herkömmliche Portionsgröße oft Bauchdrücken verursacht.
Natürlich braucht es noch ein bisschen mehr als das, aber ich bin ein FAN der kleinen Schritte - der Alltag ist schon stressig genug!
Welche Sätze hast du bereits erkannt? Schreib sie mir gerne und wenn du möchtest, lass und gemeinsam einen neuen Weg für dich finden!
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